Versos German Ernst Wilhelm Lotz Ich Bin Ein Haus

German poem

Ich Bin Ein Haus

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AUS TIEF GEFÜGTEM GLAS . . .

Ich bin ein Haus aus tief gefügtem Glas. Nun kommen alle Menschen, kühl wie Schatten, In meine Brunst und feiern weiche Feste. Glanz, meine Kuppel, die im Klaren tönt, Ein leiser Riß durchzittert ihre Stimme: Du Ferne. Gleitende. Du Klang im Wind!

Die Wagen, die in wachen Straßen Schwebten, Wissen um deinen Gang In zager Nacht.

In dunklen Türmen, die den Abend riefen, Versammeln sich die ungekühlten Fernen:

Ich wünsche Dich! Das Eis zerriß in Schollen: So schrien meine Hände Nach dem Zwei!

Schon krönten junge Lauben meinen Schlaf, Doch schrille Lichter blendeten den Frühling. -- O Taumellose. Groß. Im Städtewald!

WIR FANDEN GLANZ, FANDEN EIN MEER,

WERKSTATT UND UNS . . .

Wir fanden Glanz, fanden ein Meer, Werkstatt und uns. Zur Nacht, eine Sichel sang vor unserm Fenster. Auf unsern Stimmen fuhren wir hinauf, Wir reisten Hand in Hand. An deinen Haaren, helles Fest im Morgen, Irr flogen Küsse hoch Und stachen reifen Wahnsinn in mein Blut. Dann dursteten wir oft an wunden Brunnen, Die Türme wehten stählern in dem Land. Und unsre Schenkel, Hüften, Raubtierlenden Stürmten durch Zonen, grünend vor Gerüchen.