German poem
Reiterlied
by Felix Dahn (1834–1912)
Glitzernder Sonnenstrahl Spielt auf des Helmes Stahl – Tau auf den Wegen: Renne, mein Roß, geschwind! Auf und dem Morgenwind Lustig entgegen!
Schimmernder Nebel hält Vor uns die weite Welt Duftig umflossen: Sprenget drauf an und ein! Alles muß unser sein Was sie umschlossen.
Ob mich mein Liebchen rot, Ob mich der bleiche Tod Heut' noch erwarte: Reite nur: – frage nicht! – Lustig im Morgenlicht Fliegt die Standarte!