Versos German Friederike Kempner Edelweiß

German poem

Edelweiß

by (1828–1904)

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Von den höchsten Bergen Kommst Du so weit her! Weiße, sammtne Blume Intressirst mich sehr.

Hast gar viel gesehen, Fels und Berg und Thal, All' die grünen Seen, Wunder ohne Zahl.

Und des Eises Grotte, Und des Gletschers Wand, Rauschende Luzzine, Schwarz und weiß genannt.

Und den Savoyarden, Streckend aus die Hand, Seine dunklen Blicke, Flehend, festgebannt.

Viel hast Du gesehen, Fels und Berg und Thal, Eis und Schnee und Seen, Wunder ohne Zahl.

Deine Heimath, Blümlein, Edelweiß genannt, Ist ein kleines Eden, Schön das Schweizerland.

Zwecklos scheint mein Leben Ohne Zweck mein Sein, Doch ein einzig Streben Hüllt's in Dunkel ein.—

Ist's dereinst gelungen. Wird vielleicht gesungen: »Viel hat sie gethan, Wenige sahn's ihr an.«—