German poem
Klara Wuras
by Friederike Kempner (1828–1904)
Klara Wuras, lebst nicht mehr, Bist der Welt so ganz entrückt? Eine Blüthe, schon geknickt— Ach, an Tönen warst ein Meer.—
Tausend Melodien strömten, Brausten, Klara, auf's Klavier— Ließest Deine Saiten hier? Deiner Töne Schmelz—verschämten?—
Venetianisch süße Lieder— Deiner Brautfahrt Melodei— Klinget in dem Herzen wieder.—
Goldne Wogen strömt herbei— Rauschen wie des Aars Gefieder— Klara's große Phantasei.