German poem
Die Krieger
by Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803)
Ich sang's in der Öde des Hains, und mir allein, Das Bragalied, wenn ihm etwa nicht Stollberg schattenumhüllt Von dem Moosstein horchte. So klang, da ich An die Eiche sie lehnte, die Telyn nach:
Des Kriegers Grösse? Ja, wenn er für Freyheit kämpft, Oder wider ein Ungeheuer, Das mordet, mit der Kett' umklirrt; so ist der Held Edler Mann, verdienet Unsterblichkeit!
Aber wenn er nichts mehr, Denn Eroberer ist, Ruhm ihn drommetet; gerechter ihn Schandsäulen Verewigten: Grösse wär' auch das?
Und wenn es nun gar mit ihm Kleinelt und zwergelt, so bald Hochschreitend einhergetreten kommen Die Attila, und die Tamerlane?