Versos German Friedrich Gottlob Wetzel An den Bergkönig

German poem

An den Bergkönig

by (1779–1819)

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Bergkönig, auf! ergreif dein Schwerdt! Es tobt die finstre Rotte, Vertheidige dein Reich und Heerd, Mach sie zu Schand’ und Spotte! Im Dunkeln spät und früh Giftig schleichen sie, Der alte böse Feind, Wir wissen’s, was er meynt, Es soll ihm nicht gelingen.

Die Berge mögen sie drum nicht, Und alles Hoch’ und Hehre, Und hassen freye Luft und Licht, Und unsers Volkes Ehre. Diesem Sumpfgeschlecht Wär’ es eben recht, Wenn Alles Frösche wär’, So kämen sie denn her, Die Brut all’ aufzufressen.

Doch nein, Nachtraben, ihr Gezücht, Es sind noch Adler schweben, Die, Sonn’ entstammt, ihr Angesicht Zur Sonne wieder heben! Nehmet euch in acht, Der vom Berge wacht, Ihn dämpft und zwingt ihr nicht, Sein Nam’ ist Kraft und Licht, Den Sieg wird er behalten.

Die Berge müßt ihr lassen stehn, Ihr jämmerlichen Zwerge, Und werdet vor dem Zorn vergehn Des Königes der Berge. Und die Feuersäul’, Euch ein arger Greul, Hoch auf dem Bergaltar Soll steigen alle Jahr, Der Freyheit Opferlohe!

Ja flammen soll’s im ganzen Reich, Und ihr’s nicht wehren können, Recht eigentlich sonst könnt ihr euch Hier euer Maul verbrennen! Ja wir fechten’s durch! Berge unsre Burg! Eine Burg des Feuers und Lichts! Hier stehn wir, fürchten nichts, Und Trotz sey euch geboten!