German poem
Doch zu nie erschöpftem Segen
by Friedrich Hebbel (1813–1863)
Doch zu nie erschöpftem Segen Wird dies heilige Empfinden Auch ihr Innerstes erregen Und im Maaß der Schönheit binden;
Aug' in Aug' mit sich im Spiegel, Feite sie sich selbst auf immer; Unzerbrechlich ist das Siegel, Wie auch lockt der Erde Schimmer.
Diese wunderbaren Formen, Die des Leibes Bau ihr schmücken, Werden die verwandten Normen Auch in ihre Seele drücken;
Und so wird ihr inn'res Leben All die Harmonie erwiedern, Die sie mit geheimem Beben Angeschaut in Leib und Gliedern.