Versos German Friedrich Hebbel Eine Mondnacht in Rom

German poem

Eine Mondnacht in Rom

by (1813–1863)

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Bei'm Dämmerlicht des Mondes schau' ich gerne Der grauen Weltstadt bröckelnde Ruinen, Die uns als Maaß für ihre Größe dienen, Woran der Mensch sich selber messen lerne;

Denn dieses Licht, das einem trüben Sterne Entfließt, hat ihre Schlachten nie beschienen, Nur die Gefall'nen mit den eh'rnen Mienen, Umstanden von des Heeres bestem Kerne.

Jetzt trägt sie selbst, wie die, den Todesstempel, Drum ziemt sich's, daß dasselbe Licht ihr leuchte, Dann träumt vielleicht ein Dichter, daß die Sonnen

Erlöschen, wie Palläste hier und Tempel Zusammenstürzen, und der oft verscheuchte Vernichtungsengel jetzt den Sieg gewonnen!