German poem
Die göttliche Liebe
by Friedrich Singer (1841–1910)
Herr Schmidt hat eine Tochter, Herr Müller einen Sohn, Herr Fischer stiftet Ehen Für mäss’ge Provision.
Herr Müller giebt Zehntausend, Herr Schmidt das Gleiche nach. »Dürft’ ich’s wohl arrangieren?« Herr Fischer eifrig sprach.
Herr Müller sagt’ am Sonntag, Herr Schmidt am Montag Ja, Am Dienstag Müller junior Die Jungfer Schmidt besah.
Am Mittwoch war Verlobung; Herr Fischer bracht’ beim Schmaus Aufs Göttliche der Liebe Ein Hoch in Versen aus.