Versos German Georg Friedrich Daumer Es gab um einen Apfel einst

German poem

Es gab um einen Apfel einst

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Es gab um einen Apfel einst Mein Vater Edens Wonnestand; Es giebt ihn um die Äpfelchen Im Busen hier mein Minnebrand. –

Entschwinden in die leere Luft Laß eine weise Lehre dir; Dein Liebchen, nicht entschlüpfe dir's Aus deiner Arme Fesselband. –

Wer nie der Schönheit Reiz genießt Und Seele sich und Geist erfrischt, Der gleichet einem Dorngebüsch In schauerlicher Wüste Sand. –

Es irren in der tiefsten Nacht Die zwei und siebzig Sekten all, Die Sekte nur des Sektes ist Befreit von allem Unverstand. –

Gefeiert in der Schenke Reich Ist hoch Hafis, wiewohl du sagst, Der Glorie des Ruhms beraubt Sei ein Prophet im Vaterland. –

Ein Götzentempel ist mein Herz, Von Silber ist der Götze drin; Umschlossen einen schöneren Hat nimmer eine Tempelwand. –

Wir alle sind verliebter Art, Und brennst du nicht für Andere, Hat sich der Liebe Lust und Trieb In's eigne hohle Selbst gewandt. –

Jüngst reichte mir ein Heiliger Die gelbe Hand zum Kusse hin; Ich bückte meinen Mund hinab Und kosete den Becherrand.