German poem
Ich schlief, da trat zu meinem Bett der Teufel
Ich schlief, da trat zu meinem Bett der Teufel, Der Teufel, wie er lebt und leibt, Und sprach zu mir: »Du hast wohl ohne Zweifel Ein Opiat, das süß betäubt?« Ich sagte: Nein! »So labst du dich an Weine, Der Feuer in die Glieder geußt?« Ich sagte: Nein! »Doch ist ein Sänger deine, Deß Lippe dir wie Honig fleußt?« Ich sagte: Nein! »So hast du doch ein Weibchen Das dich mit holdem Reiz beglückt?« Ich sagte: Nein! »So ist vielleicht dein Täubchen Ein Knabe, der noch mehr entzückt?« Ich sagte: Nein! Da hub er auf die Hände, Ausrufend: »Nein und ewig Nein! Unglücklicher, schlaf' ewig und ohn' Ende! Ein Fluch für dich ist wach zu sein.«