German poem
Seladons Armut
by Georg Greflinger (1620–1677)
(Gekürzt.)
Flora, meines Lebens Leben, Sieh doch nicht auf Glanz und Pracht, Deren keines mir gegeben, Deren Lob bei mir verlacht: Mir geliebt ein treuer Sinn Und was ich wohl selber bin.
Trag ich schon nicht neue Kleider, Ei, so mahnet mich auch nicht Weder Schuster, weder Schneider, Wie wohl manchem oft geschicht: Hab ich keinen guten Hut, So ist das darunter gut!