Versos German Georg Herwegh Byrons Sonett an Chillon

German poem

Byrons Sonett an Chillon

by (1817–1875)

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Dein himmlisch Lied – es hat schon manche Labe In schwarzen, düstern Stunden mir bereitet, Und wie den Jüngling treulich du begleitet, So freute dein sich schon der wilde Knabe.

Die Besten haben über deinem Grabe Wetteifernd Lorbeerkränze hingebreitet; Ach, wo ein Lob das andre niederstreitet, Wie wenig ist's, was ich zu bieten habe!

Wenn ich mich zu Sonettendichtern wende, Die auch die Reime sträubend nur verschlungen, Seh' ich vor allem Goethes kleine Spende;

Doch hat er nicht, wie du, den Groll bezwungen, Der seines Liebens Anfang noch und Ende, Der noch die Freiheit im Sonett besungen.