German poem
Die Schwermut
by Georg Trakl
Gewaltig bist du dunkler Mund Im Innern, aus Herbstgewölk Geformte Gestalt, Goldner Abendstille; Ein grünlich dämmernder Bergstrom In zerbrochner Föhren Schattenbezirk; Ein Dorf, Das fromm in braunen Bildern abstirbt.
Da springen die schwarzen Pferde Auf nebliger Weide. Ihr Soldaten! Vom Hügel, wo sterbend die Sonne rollt, Stürzt das lachende Blut -- Unter Eichen Sprachlos! O grollende Schwermut Des Heers; ein strahlender Helm Sank klirrend von purpurner Stirne.
Herbstesnacht so kühle kommt, Erglänzt mit Sternen Über zerbrochenem Männergebein Die stille Mönchin.