German poem
Wenn du kämst. wenn du kämst!
by Gerrit Engelke (1890–1918)
So sitze ich auf dem Sofa im Dunkel Und sinne – Langsam verschwellen, verengen sich die Wände – Die Decke sinkt – Die lackierte Tür in der Ecke blinkt Sonderbar – –
Mir ist, als wenn wer vor der Tür stände – Als wenn scheue Hände Klopfen wollen – –?
Der Fußboden schwankt – Die Tür wankt – – Die Tür! – Die Tür ist dunkel aufgequollen:
Da! Du kommst herein! Geliebte! Geliebte von Einst –
Ich kann nicht aufstehn! Ich kann nicht schrei'n! Ich kann nichts mehr sehn! –
Die Wände stürzen dunkel ein –