German poem
Hell im Silberlichte flimmernd
by Gottfried Keller (1819–1890)
Hell im Silberlichte flimmernd Zieht und singt des Baches Welle, Goldengrün und tiefblau schimmernd Küßt sie flüchtig die Libelle; Und ein drittes kommt dazu, Eine Blüte hergeschwommen: Alle haben drauf im Nu Heitern Abschied schon genommen.
Und die Esche beugt sich drüber, Schaut in Ruh das holde Treiben, Denkt: Ihr Lieben, zieht vorüber, Ich will grünen hier und bleiben! Und ich unterm Eschenbaum: Was soll denn mit mir geschehen In dem reizend leichten Traum? Soll ich bleiben? Soll ich gehen?