German poem
»Ist wohl ein Volk, so frei von allen Plagen
by Gottfried Keller (1819–1890)
»Ist wohl ein Volk, so frei von allen Plagen – Die andrer Nationen Erbteil sind – Ein blühender, glückselig Heldenkind Als unser Schweizervölklein zu erfragen?
Und doch so fiebrisch seine Pulse schlagen! Für seiner Freiheit reichen Segen blind, Hascht übermütig es nach eitlem Wind; Wann enden seine undankbaren Klagen?«
So sprechen, die mit tückischem Verlangen Im Trümmerschutt der alten Babel schleichen, Gehüllt in der Vernichtung Leichentuch!
Wir aber sprechen: »Ja, ihr falschen Schlangen, Nur euch, nur euch gilt es noch zu erreichen, Und aufgehoben ist der letzte Fluch!«