Versos German Gustav Schwab Erdenkrieg und Himmelsfrieden

German poem

Erdenkrieg und Himmelsfrieden

by (1792–1850)

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Es blickt der Erden Antlitz unverdrossen Jahrtausende hinauf zur Himmelsau, Hinein ins friedlich unbefleckte Blau – Und hat doch tausend Ströme Bluts vergossen.

Der Aether hält die Kämpfende umschlossen, Die Winde säuseln »Ruhe« lind und lau, Und auf das dunkle, wildempörte Gau Kommt Sonn- und Mond- und Sternenschein geflossen.

Wann, Erde, wirst du ruhn von deinen Kriegen, Und wann, antwortend, deines Himmels Blicken Ein freundlich, friedlich Aug' entgegen schicken?

Wo nicht, so kehr' dein Angesicht vom Himmel. Im Glanz der Hölle lichte dein Getümmel, Und laß in ihrem Arm dich drunten wiegen!