Versos German Hanns von Gumppenberg Fanchette – Dö Fanni

German poem

Fanchette – Dö Fanni

by (1866–1928)

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FANCHETTE Pariser Cabaretlied von Theodore Botrel Französisch, hochdeutsch und oberbayerisch

Amis, quittons cette assemblée Et fuyons le son des binious, Que l’on remplisse ma bolée D’eau de vie et de cidre doux; Je vais vous conter une histoire, Verse à boire, Plus belle qu’un Sône breton, Buvons donc!

Vous connaissiez tous la Fanchette, Que j’aimais avant d’embarquer: C’était bien la plus mignonnette Des garçailles à reluquer Entre la Vilaine et la Loire, Verse à boire, Entre Douarnenez et Redon, Buvons donc!

Elle avait promis de m’attendre Jusqu’ à mon retour du Tonkin, Mais elle avait un coeur trop tendre Pour être femme de marin – Quand j’ai doublé le promontoire, Verse à boire, Je n’ai pas vu son cotillon, Buvons donc!

Pendant que je faisais campagne Tout là-bas au lointain pays, Elle a quitté notre Bretagne Avec un Monsier de Paris; Pour la chasser de ma mémoire, Verse à boire, Pour oublier son abandon, Buvons donc!

On m’a conté, que la Fanchette Avait un renom très fameux, Que ses baisers, que l’on achète, Atteignaient des prix fabuleux, – Amis, pour trinquer à sa gloire, Verse à boire, A la santé de la gothon Buvons donc!

Si je retrouve l’infidèle Un jour dans la ville d’enfer, Je saurai me venger sur elle Du chagrin, que j’aurai souffert .. Je lui briserai la mâchoire, Verse à boire, J’ écraserai son blanc téton, Buvons donc!

Si la première elle se fâche Et me fait chasser comme un chien – Je l’aime tant, je suis si lâche, Je ne lui reprocherai rien; En baisant sa robe de moire, Verse à boire, Je lui demanderai pardon – Buvons donc!

FANCHETTE

Kommt, Freunde, nun fort aus dem Saal, Wo der Dudelsack lärmt ohne Ruh, Und füllt mir einen Pokal Mit Branntwein und Most dazu! Ich weiß eine Mär’, die ist fein – Schenkt mir ein! Kein Sang der Bretagne gleicht ihr: Trinken wir!

Ihr alle, ihr kanntet Fanchette, Mein Lieb, eh’ an Bord ich gemußt! Hab keine so zierlich und nett Zwischen Loire und Vilaine gewußt Unter den Mägdelein – Schenkt mir ein! Unter allen im weiten Revier – Trinken wir!

Sie schwur, zu warten auf mich, Bis von Tongking ich wiederkäm: Doch im Herzen fühlte sie sich Für ein Seemannsweib zu bequem; Und als ich ans Land kam herein, Schenkt mir ein! Da schaut ich vergeblich nach ihr – Trinken wir!

Derweil ich die Kriegsfahrt gemacht Da drunten in fremder Fern, Verließ sie das Land über Nacht Mit einem Pariser Herrn! Damit ich vergesse die Pein, Schenkt mir ein! Daß nimmer ich träume von ihr, Trinken wir!

Gewaltigen Ruf gewann, So hört ich, Fanchette gar bald, Ihre Küsse hat mancher Mann Mit Märchenpreisen bezahlt: Dies Glas ihrem Ruhmesschein – Schenkt mir ein! Aufs Wohl von der Dirne, dem Tier, Trinken wir!

Treff ich einst in der Teufelsstadt Sie, die mir gebrochen den Eid, Dann trinkt meine Rache sich satt Für alles erduldete Leid! Dann schlag ich sie kurz und klein – Schenkt mir ein! Die Schneebrust zerschmettere ich ihr – Trinken wir!

Doch zürnt sie zuvor, und jagt Recht wie einen Hund mich fort – Ach, ich lieb sie, ich bin so verzagt, Ich sag ihr kein böses Wort; Ihr Seidenkleid küß ich allein – Schenkt mir ein! Und stammle: Verzeihe mir ... Trinken wir!

DÖ FANNI

Kemmts, Buam, jetz drucka mar uns! Dö Musi, dö hob i jetz dick – I kaaf mar a Maßl, a gsunds: ’s werd angstochen, sechts? mir ham Glick! Und a Neiigkeit herts jetz vo miar – Kelln’rin, a Biar! Buam, dö Gschicht hot a Gwolt ... Saaf’n ma holt!

Dö Fanni, dö habts ös ja kennt, Mein’n Schotz, eh s’ mi mitgnomma ham – Nach der san s’ grod aso g’rennt, Dö Schlierseer Buam allezsamm, Denn die Schönst’ war dös im Reviar – Kelln’rin, a Biar! A Gsichterl hot’s habt ois wia g’molt .. Saaf’n ma holt!

„I wart’ auf di, Sepp,“ hot s’ g’reert, „Bis d’ z’ruckkimmst von Aafrika –“ Ja Schnecken! koan Pfenning war s’ wert, G’rod a Meensch wia di Andern war s’ a a! Denn wia ma san z’ruckkemma miar – Kelln’rin, a Biar! War koa Fanni da, sapperawolt!! Saaf’n ma holt!

Wernddem daß ma g’rafft ham da drunt Mit dö Kaffern von Agra Bequen, Is s’ durch mit an noblichten Hund – So a Münchna Stodherr is’s gwen! Daß i ’s Meensch aus’m Kopf valiar’ – Kelln’rin, a Biar! Ganz kolt will i wer’n – ganz kolt .. Saaf’n ma holt!

A Berihmtheit is s’wor’n, was i her’, Dö Fanni, da drinn in da Stod: Hundert Markl ham s’ zohlt, und mehr, Für an oanzigs kloans Busserl g’rod! Stoßts an, sie soll leb’n und wia – Kelln’rin, a Biar! Weil ma gar a so vüll für sie zohlt, Saaf’n ma holt!

Bal i ’s treeff’, dös Luada, dös schlecht, In da Malafizdeifisstod drinn, Da g’freits mi, da kimmt’s ma grod recht, Da kon s’ wos erleb’n – da is s’ hin! Da geh i drauf los wiar a Stiar – Kelln’rin, a Biar! Da zamaatsch’i ihr d’ Dutten, daß’s schnollt! Saaf’n ma holt!

Aba zwidert s’ mi an, und schreit: „Gehst weida, du daamischa Bua!“ Wißt’s, gern hob i s’ do – na’ is’s gfeit, Na hob i koa Schneid dazua! Na bussel i ’s Gwand a’ von ihr – Kelln’rin, a Biar! Und sag’: Geh, sei wieda dö Olt ... Saaf’n ma holt!