German poem
Ii
Die Bergstimme
Ein Reiter durch das Bergtal zieht, Im traurig stillen Trab: Ach! zieh ich jetzt wohl in Liebchens Arm, Oder zieh ich ins dunkle Grab? Die Bergstimm Antwort gab: Ins dunkle Grab!
Und weiter reitet der Reitersmann, Und seufzet schwer dazu: So zieh ich denn hin ins Grab so früh -- Wohlan, im Grab ist Ruh. Die Stimme sprach dazu: Im Grab ist Ruh!
Dem Reitersmann eine Trane (Träne) rollt Von der Wange kummervoll: Und ist nur im Grabe die Ruhe für mich -- So ist mir im Grabe wohl. Die Stimm erwidert hohl: Im Grabe wohl!