Versos German Heinrich Kämpchen Eifel-Mohn

German poem

Eifel-Mohn

by (1847–1912)

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Oben auf den kahlen Eifelhöh’n Sah ich Mohn in voller Blüte steh’n, Seine Grüße auf mich niederweh’n – Roten Mohn – wie eine Feuergarbe. –

Sind die Täler auch noch nicht durchloht Von dem schönen, farbenprächt’gen Rot (Elend herrscht darin und Menschennot), Auf den Bergen weht schon uns’re Fahne. –

Auch die Eifellande werden wach, Wenn auch langsam erst und allgemach, Auch die Armen wollen dort ein Dach, Das sie schützet vor den Daseinsstürmen. –

Roter Mohn, wie hast du mich beglückt! Eine Blume hab’ ich mir gepflückt, Mit dem Purpur meine Brust geschmückt, Zur Erinnerung für spät’re Tage. –

Bist du doch das leuchtende Symbol Für den Völkerbund von Pol zu Pol, Für der Menschheit Glück und aller Wohl, Auch hoch oben auf den Eifelbergen. –