German poem
Wie’s kommen kann
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Im Reich des Zaren brütet Es dumpf und unheilschwer, Vor unsern Blicken schreitet Die Nemesis einher. –
Und wenn es jetzt verworren Und unklar noch sich ballt, Schon reckt sich aus dem Nebel Die dräuende Gestalt. –
Wer weiß, ob nicht die Duma, Als russischer Konvent, Dereinst den Wirrsalknoten Mit scharfem Hiebe trennt. –
Ob sie nicht, die geschaffen Zum bloßen Mummenschanz, Einst geigt den Volksverächtern Das Spiel zum letzten Tanz. –
Und kommt es so, dann tragen Sie selber nur die Schuld – Zu Ende geht am Ende Auch russische Geduld. –