Versos German Heinrich Straube Lied

German poem

Lied

by (1794–1847)

Listen in the reader

Auf der Wies’ ein Weilchen weilet, Blumen, übermaßen schön, Schlusselblumen, Veilchen, eilet, Helft das Liebchen mir erstehn.

Bächlein, wie du hell erklingest, Lade ein das holde Kind, Daß du zum Gestehn sie zwingest Rausche Kühlung süß und lind.

Schlüsselblum’, schließ auf ihr Herze, Veilchen, zeig im Liebesschrein, Wie enthüllet süß dem Schmerze Sie verbirgt die Liebespein.

Ueberraschet denn, ihr Sterne, Blickend aus der Himmelsbrust, Ihr Geheimnis, das so gerne Sie in sich allein gewußt:

Wie sie nächtlich nicht versäume Daß ihr Herz mich wiege ein, Wenn entschlafen holde Träume Führten mich zu ihr hinein. H. S.