Versos German Henry Wadsworth Longfellow Der flüchtige Negersklave

German poem

Der flüchtige Negersklave

by (1807–1882)

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Der Neger lag im Irrlichtsumpf, Und vor ihm flackerten hell Die Lagerfeuer am Weidenstumpf; Oft hört’ er Rossegetrampel, und dumpf Des Bluthunds fernes Gebell.

Wo der Glühwurm scheint und die Irrwischflamm’ In Farren und Bilsenkraut; Wo die Tann’ umkleidet der feuchte Schwamm, Wo die Zeder ragt, und der Rebenstamm, Gefleckt wie der Schlange Haut; Wohin kein menschlicher Fuß sich verlor, Wo der giftige Nebel schwillt: Aus den zitternden Grund im finstern Moor Duckt’ er sich hinab in das wuchernde Rohr, Wie in sein Lager das Wild.

Ein armer Sklave! vom Peitschenschlag Geschändet der Tyrannei; Auf die Stirne gebrannt das Mal der Schmach, Und ein Lumpengewand um den Körper lag, Des Elends düstre Livrei.

Um ihn war Alles licht und schön, Und Alles war frei und froh; Eichhörnchen tanzten aus Baumeshöhn, Und Vögel erfüllten die Luft mit Getön, Das jubelnd aufwärts entfloh.

Auf ihn nur fiel das Loos der Pein, Seit er ans Licht gebracht, Auf ihn nur blitzte der Fluch des Kain Hinab, und schmetterte ihn allein In ewige Schmerzensnacht.