German poem
Oh! Welche namenlose Müdigkeit
by Hermann Conradi (1862–1890)
Oh! Welche namenlose Müdigkeit Hat sich in meiner Seele festgenistet! Stumpf jeder Lust, stumpf jedem Leid, Gibt's nichts, wonach mich noch gelüstet ...
Gibt's nichts – nichts – nichts! ... Das Wort, wie klingt's so hohl! Doch wie bedeutsam spiegelt's alles wieder: Des Lebens Inhalt, Mittelpunkt, Symbol – Sein ganzes aberwitz'ges Auf und Nieder ...