German poem
Amselruf
by Hermann Lingg (1820–1905)
Sie ruft, ich weiß nicht welchem Thale, Ich weiß nicht welchem Sonnenstrahle, Sie ruft dem Lebenskeim Zum Licht emporzudringen; O sehnsuchtsvolles Singen, Du rufst auch mir, du rufst mich heim!
Ja, heim zu schönen Jugendtagen, Zu längstverscholl’nen süßen Klagen Um holder Liebe Glück – – Du singst noch – o sing’ immer Im goldnen Abendschimmer In jene schöne Welt zurück!