German poem
Des Führers Abschied
by Hermann von Schmid (1815–1880)
Wenn Zwei zusammen wandern Und kommt die Scheidestund’, Reicht Einer wohl dem Andern Zum Abschied Hand und Mund: „Nun ist’s mit der Gesellschaft aus, Nun grüß mir Weib und Kind zu Haus – Behüt’ dich Gott!“
Zu Berg sind wir gegangen, Zum stillen Dorf am See; Sah’n Wies’ und Matte prangen Und Wald und ew’gen Schnee, Und schön war Alles rings umher – Drum wahrlich wird das Scheiden schwer – Behüt’ dich Gott!
Doch mit dir wirst du tragen, Was freudig du geseh’n, Und wenn in fernen Tagen Die Bilder dir ersteh’n, Dann denke, wie es Wanderbrauch, Des treubefliss’nen Führers auch – Behüt’ dich Gott!
Herman Schmid.