German poem
Der Jüngling
(=muß zurücktreten=):
Welch eine Angst ist hier, welch eine Not. Mein Blut muß ebben, daß ich dich da sehe, Du häßliche Gewalt, du Tier, du Tod! Der großen Träume wundervolle Nähe Klingt ab, wie irgendwo das ferne Rollen Von einem Wasserfall, den ich schon ehe Gehört, da schien er kühn und angeschwollen, Jetzt sinkt das Rauschen, und die hohe Ferne Wird leer und öd aus einer ahnungsvollen: Die Welt besitzt sich selber, o ich lerne! Nicht hemme ich die widrige Gestalt So wenig als den Lauf der schönen Sterne. Vor meinen Augen tut sich die Gewalt, Sie tut sich schmerzend mir im Herzen innen, Sie hat an jeder meiner Fibern Halt, Ich kann ihr -- und ich will ihr nicht entrinnen: Als wärens Wege, die zur Heimat führen, Reißt es nach vorwärts mich mit allen Sinnen Ins Ungewisse, und ich kann schon spüren Ein unbegreiflich riesiges Genügen Im Vorgefühl: ich werde dies gewinnen: Schmerzen zu leiden, Schmerzen zuzufügen. Nun spür ich schaudernd etwas mich umgeben, Es türmt sich auf bis an die hohen Sterne, Und seinen Namen weiß ich nun: das Leben.