German poem
Wolken
Am nächtigen Himmel Ein Drängen und Dehnen, Wolkengewimmel In hastigem Sehnen,
In lautloser Hast – Von welchem Zug Gebietend erfaßt? – Gleitet ihr Flug,
Es schwankt gigantisch Im Mondesglanz Auf meiner Seele Ihr Schattentanz,
Wogende Bilder, Kaum noch begonnen, Wachsen sie wilder, Sind sie zerronnen,
Ein loses Schweifen ... Ein Halb-Verstehn ... Ein Flüchtig-Ergreifen ... Ein Weiterwehn ...
Ein lautloses Gleiten, Ledig der Schwere, Durch aller Weiten Blauende Leere.