Versos German Joachim Ringelnatz Abschied von Paris

German poem

Abschied von Paris

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Herz, ich schreibe dies In der letzten Stunde in Paris, Aus der letzten Flasche echt Champagner In dem Nègre de Toulouse, Nicht so froh, wie ich zuvor aus mancher Unsentimentalen Stunde sandte manchen Gruß.

Daß ich hier nicht länger durfte bleiben, Läßt glückstraurig jetzt mich selber quälen. Morgen aber werd’ ich frech erzählen Und deutschabenteuerlich viel übertreiben,

Wie von einer sternenweiten Ferne, Wie Paris mir ist – ach nein, dann war –. Denke dir nur: Jede siebente Laterne Hier ist ein naives Pissoir.

Unsympathisch, unergründlich Comme chez nous ist die Bourgeoisie, Doch die simplen Leute von Pari Und die Künstler und die bunten Fremden, Pascin, Eiffelturm und der und das und die – Morgen, Liebste, schildre ich das mündlich. Und die Strümpfe und koketten Hemden.

Zwar nach einundzwanzig Bummeltagen Ist noch nichts Erschöpfendes zu sagen Über dies Land Paris. Auch was ich dir morgen angter nus Glühend loben werde, prüfe du’s.

Bums! Ein Glas zerschlug im Nègre de Toulouse.