German poem
Herbst
Eine trübe, kaltfeuchte Wagenspur: Das ist die herbstliche Natur. Sie hat geleuchtet, geduftet, und trug Ihre Früchte. – Nun, ausgeglichen, Hat sie vom Kämpfen und Wachsen genug. – Scheint’s nicht, als wäre alles Betrug Gewesen, was ihr entwichen?!
Das Händesinken in den Schoß, das Zweifeln am eignen, an allem Groß, Das Unbunte und Leise, Das ist so schön, daß es wiederjung Beginnen kann, wenn Erinnerung Es nicht klein machte, sondern weise.
Ein Nebel blaut über das Blätterbraun, Das zwischen den Bäumen den Boden bedeckt.
Wenn ihr euren Herbst entdeckt: Dann seid darüber nicht traurig, ihr Fraun.