German poem
Humpelnde Welt
Es bleibt nicht aus, daß man den Mut verliert, Wenn man schon längere Zeit mit seinen wunden Füßen herumexperimentiert. – Ich hatte noch immer nicht den richtigen Schuh, Die richtige Sohle, die richtige Salbe gefunden; Ich sah – fast getröstet – anderen Humpelnden zu.
Und kam ein Morgen, ein kalter, unangenehmer, Der hatte – mir günstig – mir freudige Post beschert. Ich humpelte weinwärts, aber ich hinkte bequemer Als sonst. Und fand alles Leben so lebenswert.
Ich glaube: es schneite, donnerte, regnete, Rauchte. – Aber für mich nicht bestellt. Mir lächelte alles, was mir begegnete. Auch du kannst so schön sein, humpelnde Welt.