Versos German Johann Baptist Bommas Des Glöckleins Ruf

German poem

Des Glöckleins Ruf

by (1816–1893)

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Hört ihr nicht das Glöcklein schallen übers ganze Dörfchen hin, daß die frommen Beter wallen und zur Kirche eilig ziehn? Glöcklein, Glöcklein süßes Rufen, deine Stimme hör’ ich gern; denn an des Altares Stufen rufst du uns am Tag des Herrn.

Glöcklein ruft in aller Frühe guten Morgen mir schon zu, läutet nach des Tages Mühe, mich zur süßen Abendruh’. Seine Stimme mahnet alle, ehe man zu Bette geht, daß ein Mädchen allemale beten soll sein Nachtgebet.

Glöcklein von des Turmes Höhe läutet in mein Herz hinein und es wird mir gar so wehe, ’s muß ein eig’nes Läuten sein. Ach das ist das Grabgeläute, siehst ja dort die Totenbahr’; den (die) trägt man zu Grabe heute, der (die) uns lieb und teuer war.

Glöcklein, liebes Glöcklein, läute einst auch meine Seele aus, läute sie zur ew’gen Freude in des Himmels Gotteshaus. Tröste dann auch meine Lieben, läute ihnen Trost ins Herz! Sollen sich nicht so betrüben, denn ich zieh’ ja himmelwärts.