Versos German Johann Georg Jacobi An Chloen (2)

German poem

An Chloen (2)

by (1740–1814)

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Bey der Liebe reinsten Flammen, Glänzt das arme Hütten-Dach: Liebchen! ewig nun beysammen! Liebchen! schlafend oder wach!

Süßes, zärtliches Umfangen, Wenn der Tag am Himmel graut: Heimlich klopfendes Verlangen, Wenn der Abend niederthaut!

Wonne dort auf allen Hügeln, Wenn' im Thal, und Jubel hier! Volle Freyheit, zu verriegeln Unsre kleine Hütten-Thür!

Lobgesang in Finsternissen, Wo kein Neider sich versteckt; Wo nicht mehr, indem wir küssen, Jedes Lüftchen uns erschreckt!

Und wir theilen alle Freuden, Sonn' und Mond und Sternen-Glanz; Allen Segen, alles Leiden, Arbeit und Gebeth und Tanz.

So, bey reiner Liebe Flammen, Endet sich der schöne Lauf; Ruhig schweben wir zusammen, Liebchen! Liebchen! Himmel auf.