Versos German Johann Georg Jacobi Die Rosen, die vom Thau benetzt

German poem

Die Rosen, die vom Thau benetzt

by (1740–1814)

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Die Rosen, die vom Thau benetzt, An jedem Blättchen unverletzt, Ich zu den frischen Nelken Im Morgenroth zu pflücken ging, Und küssend um dein Bildniß hing; O Chloe! wie sie welken!

So welken, wo ich Blumen brach, So welken alle, nach und nach, Die Wiesen mit den Hainen; Bis endlich die getreue Hand, Bis, gleich den Kränzen, die sie band ... Du aber sollst nicht weinen!

O nähm' ein froher Engel dann Sich meiner jüngsten Lieder an! Ihr frohen Engel! bliebe Durch sie dem guten Mädchen doch In künftigem Gesange noch Ein Nachhall meiner Liebe!