German poem
Fesseln der Liebe
by Johann Gottfried Herder (1744–1803)
„Wie? Du glaubetest Dich, du scheue Stolze, den Pfeilen Meines Bogens entrückt? Wolltest entfliehen der Macht, Der die Götter gehorchen und alle Sterbliche dienen; Sieh’, hier Ketten für dich, Fesseln und Bande bereit.“ So sprach Amor, und gab mir sanfte Ketten. Die Fessel Ward zum lohnenden Kranz, zum Diademe das Band.