German poem
Wissen und Thun
by Johann Gottfried Herder (1744–1803)
Kinder sprechen von Wissen und Thun als doppelten Dingen; Beide werden nur Eins in des übenden Mannes Gemüthe, Dessen Seele des Ewigen Sinn, die Seele der Welt ist. Hören und Sehen, Gefühl und Bewegung, Essen und Trinken, Schlaf und Wachen, Handeln und Ruhn, und welche Vermögen Sonst er übe, sie trüben ihm nicht die Stille des Geistes, Wie von der Meereswelle der Lotos nimmer befleckt wird.