German poem
Trinklied
by Johann Heinrich Voß (1751–1826)
Hätt' ich einen Mutterpfennig Notabene, nicht zu klein; Ein paar Flaschen leicht gewänn' ich, Notabene, voll von Wein. Fröhlich blieb' ich dann und wach, Notabene, bis zum Tag.
Fröhlich blieb' ich wohl noch morgen, Notabene, bei dem Wein; Wollte mir der Kellner borgen, Notabene, sonder Schein. Wer so fortblieb' ewiglich, Notabene, das bin ich.
Wüchsen nur von selbst die Kleider, Notabene, mir ein Rock; Oder knufte nicht der Schneider, Notabene, wie ein Bock: Stracks bin ich vollkommen froh; Notabene, nun so so.
Küßte mich ein lustig Mädchen, Notabene, hübsch und jung; Dreht es mir zu Lieb' ein Rädchen, Notabene, flink im Sprung: O ich böt ihr gleich die Hand, Notabene, drin ein Band.
Neckte mich ein holdes Weiblein, Notabene, reich und alt; Freien wollt' ich solch ein Täublein, Notabene, stürb' es bald. O ich küßt' ohn' Unterlaß, Notabene, dieses Glas.
Wein und Mädchen sind ein Segen, Notabene, wohlgepaart; Und der Pfennig schafft Vermögen, Notabene, wenn man spart. Darum lieb' ich immer treu, Notabene, diese drei.