Versos German Johann Karl Wilhelm Geisheim Das Fagot

German poem

Das Fagot

by (1784–1847)

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Viel wird in der Welt geblasen: Stolze, hochgetrag’ne Nasen Blasen Anspruch vor sich her, Als wenn alles Andre schlechter, Und als wenn des Windes Pächter Die gerümpfte Nase wär’.

Mit der Kleinen dünnen Gaben, Mit den kleinsten Pfeifen haben Diese Nasen es gemein; Denn die dünnen Pfeifen eben, Ja die Kleinsten, in dem Leben Grad’ am allertollsten schrein.

Dieses Blasen, Pfeifen täglich Wär’ im Leben unerträglich, Hätte nicht der Winde Gott Auch noch ernste, tiefe Geister, Unter andern nicht den Meister Edler Tiefe, das Fagot.

Haltung bringt es, Ernst und Milde, Ruh’ und Eintracht in die wilde, Kecke Pfeifenraserei. Und, als wenn ein Geist drin schliefe, Giebt dem Tonwerk es durch Tiefe Der Bedeutung Grund und Weih’.

Tönet es allein, dann wallen, Wie in ernsten Kirchenhallen, Stimmen jener Welt dich an. Über flachen Sinn der Tage Tönet dir die tiefe Klage, Trägt der Traum dich himmelan.