Versos German Johann Peter Hebel Der Knabe im Erdbeerschlag

German poem

Der Knabe im Erdbeerschlag

by (1760–1826)

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E Büebli lauft, es goht in Wald am Sunntig Nomittag; es chunnt in d’ Hürst und findet bald Erberi Schlag an Schlag; es günnt und ißt si halber z’tod, und denkt: „Das isch mi Obebrod.“

Und wie nes ißt, se ruuschts im Laub; es chunnt e schöne Chnab. Er het e Rock, wie Silberstaub, und treit e goldige Stab; er glänzt wie d’ Sunn am Schwitzer-Schnee; si lebelang hets nüt so gseh. Druf redt der Chnab mi Büebli a: „Was ißisch, i halts mit?“ – „He, nüt,“ seit’s Büebli, luegt en a, und lüpft si Chäppli nit. Druf seit der Chnab: „He, ißisch nüt, Du grobe Burst, se battet ’s nüt!“

Verschwunden isch mi Chnab, unds stöhn die nöchste Hürst im Duft; drus fliegt en Engeli wunderschön uf in die blaue Luft, und ’s Büebli stoht, und luegt em no, und chrazt im Hoor, und lauft dervo.

Und sieder isch kei Sege meh im Beeri-Esse gsi. I ha mi lebtig nüt so gseh, sie bschießen ebe nie. Iß hampflevoll, so viel de witt, si stille der di Hunger nit! Was gibi der für Lehre dri? Was seisch derzu? Me mueß vor fremde Lüte fründli si mit Wort und Red und Grueß, und ’s Chäppli lüpfe z’ rechter Zit sust het me Schimpf und chunnt nit wit.