German poem
Blinde Kuh
O liebliche Therese! Warum seh’ ich so böse Mit offnen Augen dich? Die Augen fest verbunden, Hast du mich gleich gefunden, Und warum fingst du eben — mich?
Du faßtest mich auf’s beste, Und hieltest mich so feste, Ich sank in deinen Schooß. Kaum warst du aufgebunden, War alle Lust verschwunden; Du ließest kalt den Blinden los.
Er tappte hin und wieder, Verrenkte fast die Glieder, Und alle foppten ihn. Und willst du mich nicht lieben; So geh’ ich stets im Trüben, Wie mit verbundnen Augen hin.