Versos German John Keats Wie lieb ich das: wenn still aus goldnen Krügen

German poem

Wie lieb ich das: wenn still aus goldnen Krügen

by (1795–1821)

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Wie lieb ich das: wenn still aus goldnen Krügen Der Sommerabend fließt und die gelinden Weißwölkchen ruhn auf duftgeschwellten Winden, Von trübem Denken mich hinwegzulügen;

Befreit vom Kleinlichen, in vollen Zügen Den Glanz zu trinken, ein Versteck zu finden, Wo Schönheit und Natur sich Kränze winden, Und dort mein Herz zur Freude zu betrügen;

Ans heimatlich Erhabne mich zu drängen, Dem Schicksal Milton's, Sidney's nachzuhängen, Bis beide ernst vor meiner Seele leuchten –

Vielleicht im Liede mich hinaufzuschwingen, Bis Melodieen mir die Augen feuchten Und Lust und Leid in Tränen sanft verklingen.