German poem
Sternenlose Nacht
by Joseph Emanuel Hilscher (1806–1837)
Sternenlose Nacht.
Wie ohne Spur die Tage mir verschweben! Auch dieser, unbeklagt, sank in die Fluten; Er glich den andern. Kommen noch die guten? Ich will zur Nacht mein Auge fragend heben.
Beglückter! ach, sie zeigt mir nur dein Leben: Wie Sterne leuchten selige Minuten An deinem Himmel fort mit ew’gen Gluten. O, wär’ mir dein Erinnern nur gegeben.
Kein Trost, kein Hoffen! Nachtigallen singen – Wie Jubel mag’s in frohe Herzen dringen; Mir aber soll es nur wie Jammer klingen.
Und lockt mich auch ein schmeichelndes Gekose; Die Dornen nur ergreif’ ich statt der Rose, Denn meine Nacht ist eine sternenlose.