Versos German Julius Hart Nachtwache

German poem

Nachtwache

by (1859–1930)

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Um Haupt und Leib mir wallen Dunkle Nebel der Nacht, Auf Herz und Sinne fallen Finsternisse mit Macht.

Die düst'ren Wolken schreiten Drohend über das Land, Schatten vorübergleiten Und fassen mein Gewand.

Sie fassen an meine Seele Und greifen in mein Hirn, O lösche in Nacht und Schwele – Verlösche nicht mein Gestirn.

O wasche mit Feuerwellen Von meinem Busen die Schuld, Ström' über mich den hellen Glanz deiner Gnade und Huld.

Ich bin eine zitternde Leuchte, Ich bin ein schwaches Rohr – Du, schau meiner Augen Feuchte, Gnade führ' mich empor!