German poem
Ostermorgen
by Julius Lohmeyer (1835–1903)
Wald und Strom in Silberduft, Glockenklang in sonn’ger Luft; Durch die Lande frisches Wehen – Quellensingen, Auferstehen!
Ueber Trümmern, Todesgrüften Froh Erwarten, erstes Düften; Erstes Grün in Feld und Au – Lerchenjauchzen hoch im Blau!
Aus der Stadt im Morgenschleier Strömt’s und wogt's zur Frühlingsfeier: Neu die Erde, neu das Herz – Kinderjubel allerwärts! –
Mädchenherz, auch dich umblühe Ahnungsreich die Osterfrühe: Fühl’ den Himmel wieder offen – Und Erfüllung jedem Hoffen!