German poem
Wanderung
by Justinus Kerner (1786–1862)
Wohlauf und froh gewandert Ins unbekannte Land, Zerrissen, ach! zerrissen Ist manches teure Band.
Ihr heimatlichen Kreuze, Wo ich oft betend lag, Ihr Bäume, ach! ihr Hügel, O blickt mir segnend nach.
Noch schläft die weite Erde, Kein Vogel weckt den Hain, Doch bin ich nicht verlassen, Doch bin ich nicht allein:
Denn, ach! auf meinem Herzen Trag' ich ihr teures Pfand, Ich fühl's, und Erd' und Himmel Sind innig mir verwandt.