German poem
Pubertät
by Klabund (1890–1928)
Durch die Gassen jeden Abend Schweife ich, und nach der Jause; Niemals noch erreicht es habend, Ziehe wedelnd ich nach Hause.
Für die fleischlichen Gelüste Such' ein passendes Objekt ich. Hübsches Antlitz, pralle Brüste – Aphrodite, ach versteckt sich!
Jeden Abend, o wie gräßlich, Sind sie immer überschminkter, Immer häßlicher als häßlich. Mein Verstand, die Hände ringt er.
In der Zeitung morgen stehe Jedes Mädchenherz bewegend: Netter Jüngling sucht zwecks Ehe Jungfrau, wenn auch unvermögend.