German poem
Im Käfig
Hinter den dicken Stäben meiner Ideale lauf ich von einer Wand zur andern Wand. Da draußen gehen Kindermädchen, Generale, Frau Lederhändlerswitwe mit dem Herrn Amant …
Manchmal sieht einer her. Mit leeren Blicken: Ah so! ein Tiger – ja, das arme Tier … Dann sprechen sie von „Tantchen auch was schicken in Pergamentpapier“.
Ich möcht so gern hinaus. Ich streck und dehn mich – Die habens gut, mit ihrer großen Zeit! Sie sind gewiß nicht rein, und doch: ich sehn mich nach der Gemeinsamkeit.
Der Tiger gähnt. Er käm so gern geloffen … Doch seines Käfigs Stäbe halten dicht. Und ließ der Wärter selbst die Türe offen: Man geht ja nicht.