German poem
Streikjustiz
Du siehst sie durchs Gefilde hupfen: die Wangen angenehm verpudert, frech, nicht mehr jung, und auch verludert, verschminkt … zwei rosarote Tupfen …
Die Wage wackelt hin und her. Das Schwert – mein Gott – es ist aus Pappe, sie trägt es scherzhaft als Atrappe, ein eisernes ist ihr zu schwer.
Sie richtet so! O ja – man sieht’s! die schwarzen, hohen Stöckelschuhe zertrampeln alles – schaffen Ruhe. So tänzelt Fräulein Streikjustiz.
Es raschelt des Talars Frou-Frou … - „Du trugst doch früher eine Binde?“ – „Die hab ich noch! Dem, den ich finde, schnür ich damit die Kehle zu!“ –