Versos German Leopold Friedrich Günther von Goeckingk Nantchen, an ihr Klavier

German poem

Nantchen, an ihr Klavier

by (1748–1828)

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Wo ist der Freund, der Freud' und Leid so gleich Mit Freunden theilt, wie du? Wo ist ein Mensch, an Scherz, wie du, so reich? Wer hörte Klagen je theilnehmender wohl zu? Du scherzest nicht, wenn unterm Trauerflor' Mir eine Thrän' entschlüpft, Du seufzest nicht mir Dissonanzen vor, Wenn jugendlich das Blut in meinen Adern hüpft. Ich bin mit dir, wenn Amarant mir fehlt, Noch glücklich; aber ach! Schickt einst wie du, er, den mein Herz erwählt, In meine Launen sich, so bin ich's tausendfach.